TK-Pressemitteilung: Fernbehandlungsverbot ist nicht mehr zeitgemäß

 03.03.2016
Stuttgart, 3. März 2016 Die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) plädiert für eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots in der ärztlichen Berufsordnung, damit mehr telemedizinische Leistungen möglich werden, zum Beispiel auch ein Erstkontakt von Arzt und Patient online oder per Telefon. "Was in der Schweiz schon Alltag ist, sollte in Baden-Württemberg zumindest in einem Modellversuch erprobt werden können, um auch künftig die Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung. Für ihren WahlCheck im Internet hat die Kasse die gesundheitspolitischen Sprecher der vier im Landtag vertretenen Parteien unter anderem hierzu befragt.

Auch wenn sich alle Parteien im Landtag darüber einig sind, dass Telemedizin wichtig ist und vorangetrieben werden muss, haben sie unterschiedliche Standpunkte zum Thema Fernbehandlungsverbot. Die Grünen-Politikerin Bärbl Mielich dazu: "Wichtig ist für uns, dass es zunächst einen ärztlichen Erstkontakt gibt. Danach unterstützen wir telemedizinische Beratung und Behandlungen, die den Arzt-Patienten-Kontakt flankieren können". Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Rainer Hinderer, überträgt die Verantwortung an die ärztliche Selbstverwaltung, die er für stark genug hält, zum Ausbau der Telemedizin Hürden abzubauen.

Der CDU-Politiker Stefan Teufel spricht sich dafür aus, die Fördermittel für die Telemedizin zu erhöhen und die Rahmenbedingungen, wozu er die Lockerung des Fernbehandlungsverbots zählt, zu verbessern. Für den gesundheitspolitischen Sprecher der FDP, Jochen Haußmann, gehört Telemedizin in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie eröffne Kommunikationsmöglichkeiten, die das ursprüngliche Verständnis von Fernbehandlung nicht beinhalte. Deshalb müsse der Bereich weiterentwickelt werden.

Die Positionen der gesundheitspolitischen Sprecher zu 15 weiteren Thesen finden Interessierte im TK-WahlCheck unter www.tk.de.



Freundliche Grüße
Nicole Battenfeld
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Techniker Krankenkasse
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