TK-Pressemitteilung: Mehr späte Mütter, weniger Kaiserschnitte

 15.12.2015
Stuttgart, 15. Dezember 2015. In Baden-Württemberg hat fast jedes vierte Baby eine Mutter, die bereits 35 oder älter ist. Lag der Anteil sogenannter später Mütter 2000 noch bei 17 Prozent, ist er 2014 auf 24,1 Prozent angewachsen. Das berichtet die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich dabei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. Die Schwankungsbreite innerhalb der Stadt- und Landkreise ist dabei sehr hoch: Während in Stuttgart sogar fast jede dritte Mutter (30,9 Prozent) zu den Spätgebärenden gehörte, waren es in Pforzheim nur 17,2 Prozent.
Trotzdem Spätgebärende häufiger per Kaiserschnitt entbunden werden, ist die Gesamtrate für eine "sectio caesarea" in Baden-Württemberg rückläufig und lag 2014 bei 32,3 Prozent. "Erfreulich ist, dass die Kaiserschnittrate nach einem Höchststand von 33,6 Prozent im Jahr 2012 kontinuierlich zurückgegangen ist. Wir hoffen, dass diese Entwicklung anhält", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung in Stuttgart. Die TK engagiert sich gemeinsam mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg und weiteren Akteuren in einer Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt.

"Durch die moderne Vorsorge ist die Chance ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen auch für ältere Frauen sehr gut", so Vogt. Es sei nicht mehr zeitgemäß, Frauen ab 35 Jahren kategorisch als Risikoschwangere zu behandeln. Mit dem Alter der Mutter steigt zwar das Risiko einen Schwangerschaftsdiabetes, eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) oder eine Gebärmuttergeschwulst (Myom) zu entwickeln. Weil reifere werdende Mütter die Vorsorge-Untersuchungen besonders gewissenhaft wahrnehmen, werden diese Komplikationen zumeist aber schnell erkannt und therapiert.

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