TK-Pressemitteilung: Schulstart - TK ermöglicht gesundes Lernen

 08.09.2015
Stuttgart, 8. September 2015. Für rund 96.000 Kinder beginnt in Baden-Württemberg nächste Woche die Schulzeit. Neben positiven Aspekten wie neuen Freunden und spannendem Lernstoff warten auf sie auch gesundheitliche Herausforderungen. Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gaben 28 Prozent der befragten Eltern im Land an, dass die Angst vor schlechten Noten und zunehmender Leistungsdruck ihr Kind stark belasteten: 22 Prozent der Kinder zwischen sechs und 18 Jahren haben demnach häufig Kopfschmerzen, jedes sechste Kind ist öfter unausgeglichen oder niedergedrückter Stimmung, jedes Siebte hat regelmäßig Rückenschmerzen.

"Der Schulalltag muss so gestaltet werden, dass Kinder unbelastet lernen können und das Umfeld sie nicht krank macht", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Dafür gebe es sogar Fördermittel der Krankenkasse. Bis zu 5.000 Euro stellt die TK für Gesundheitsprojekte wie Stressbewältigungstraining, bewegte Pausen oder Ernährungsunterricht zur Verfügung. "Schade ist, dass die Schulen im Land das Angebot bisher zu wenig nutzen", bedauert Vogt. In Baden-Württemberg seien 12,4 Prozent der bundesweit rund 34.000 allgemeinbildenden Schulen beheimatet, aber der Anteil an den TK-geförderten Schulen betrage nur 5,5 Prozent.



In den letzten zehn Jahren haben 83 Schulen aus Baden-Württemberg rund 160.000 Euro bei der TK abgerufen. Nordrhein-Westfalen dagegen zehn Mal mehr. 495 Schulen sicherten sich dort fast 1,65 Millionen Euro. Aber auch in kleineren Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, zeigten sich die Schulen mit 155 und 115 geförderten Projekten aktiver in Sachen Prävention. Bundesweit gab die TK für ihr Förderprogramm "Gesunde Schule" schon fast vier Millionen Euro aus. TK-Leiter Vogt: "Die Zahlen zeigen eindeutig, dass für Schulen in Baden-Württemberg noch viel Luft nach oben besteht. Ich kann nur appellieren, hier neben der Vermittlung von Wissen auch die Gesundheit der Kinder im Auge zu behalten."



Die Bandbreite der geförderten Maßnahmen ist groß. Um eine TK-Förderung zu erhalten, müssen die Projekte allerdings in ein ganzheitliches Konzept eingebettet und langfristig angelegt sein. Das heißt, neben den Kindern und Jugendlichen sind auch Lehrer, Erzieher und Eltern gefragt, aktiv mitzuwirken.

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