TK-Pressemitteilung: Baden-Württemberg hat niedrigsten Krankenstand bundesweit - regionale Unterschiede bis zu sechs Tagen

 30.07.2015
Baden-Württemberg hat niedrigsten Krankenstand bundesweit

Erwerbspersonen im Neckar-Odenwald-Kreis sechs Tage länger krank als Stuttgarter

Stuttgart, 30. Juli 2015. Jede der fast 500.000 Erwerbspersonen, die bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg versichert sind, war im vergangenen Jahr durchschnittlich 12,2 Tage krankgeschrieben. Der Krankenstand liegt damit bei 3,35 Prozent (2013: 3,31 Prozent). Trotz leichtem Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist dies der niedrigste Krankenstand unter allen Bundesländern, im Bundesdurchschnitt meldet die TK 4,06 Prozent.
Zugenommen haben vor allem Fehlzeiten aufgrund Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sowie psychischer Störungen. Allein wegen Letzteren hat 2014 jede TK-versicherte Erwerbsperson in Baden-Württemberg 2,1 Tage gefehlt, 2006 war diese Diagnosegruppe nur für 1,2 Fehltage verantwortlich. Die am häufigsten gestellte Einzeldiagnose war im vergangenen Jahr allerdings ein akuter Infekt der oberen Atemwege, danach folgen aber schon die depressive Episode und Rückenschmerzen.

"Der Trend steigender psychisch bedingter Fehlzeiten setzt sich fort. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit guten Angeboten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Individualprävention, mit E-Coaching-Angeboten und adäquater medizinischer Versorgung gegen diese Entwicklung stemmen", sagt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung in Baden-Württemberg. "Hier sind Unternehmen, Beschäftigte und Krankenkassen gleichermaßen gefordert."

Sowohl was den allgemeinen Krankenstand angeht, als auch bei der Diagnosegruppe Psychische- und Verhaltensstörungen hat die TK im Land große regionale Unterschiede festgestellt. So liegt Stuttgart mit der niedrigsten Zahl von 10,2 Krankheitstagen fast 17 Prozent unter dem Landesschnitt, während im Neckar-Odenwald-Kreis mit 16,3 AU-Tagen gut 33 Prozent mehr erreicht werden. Außer hier wird aber nur noch in Pforzheim mit 14,9 Fehltagen der bundesweite Schnitt von 14,8 Fehltagen überschritten. Der Stadtkreis in Nordbaden ist zudem Spitzenreiter bei den Fehlzeiten aufgrund von Depressionen und anderer seelischer Erkrankungen: TK-versicherte Erwerbspersonen fallen hier 2,9 Tage aus, gefolgt von Mannheim (2,6) und Freiburg im Breisgau (2,5). Dagegen betrug die Fehlzeit wegen einer psychischen Diagnose in Heidenheim nur 1,5 Tage.

Hinweis an die Redaktion Die Zahlen stammen aus dem TK-Gesundheitsreport 2015. Dieser analysiert jedes Jahr die Krankschreibungen und Arzneimitteldaten der bei der TK in Baden-Württemberg versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen 2014 im Jahresmittel 499.764 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie "Arbeitslosengeld I-Empfänger". Die TK versichert in Baden-Württemberg über eine Million Menschen, davon rund 720.000 Mitglieder.

Mehr Informationen zum bundesweiten TK-Gesundheitsreport 2015 und dem Länderreport für Baden-Württemberg erhalten Sie hier.


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