TK-Pressemitteilung: Keine FSME-Fälle in Ulm

 04.02.2015
Ulm, 4. Februar 2015. 2014 sind fast nur halb so viele Menschen in Baden-Württemberg an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erkrankt als im Vorjahr. Mit insgesamt 92 Patienten zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) 85 Betroffene weniger als 2013. Laut der Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg hat sich auch bundesweit die Zahl der Fälle von 420 auf 258 deutlich dezimiert. Die meisten Betroffenen haben sich in Bayern infiziert (124). Dort und in Baden-Württemberg liegen 123 der 142 Kreise in Deutschland, die aktuell als FSME-Risikogebiet ausgewiesen werden. Auch die Stadt Ulm gehört dazu. 2014 wurde hier allerdings kein Fall gemeldet – im Jahr davor war es nur einer.

Die Zahl der FSME-Fälle ist unter anderem abhängig von der Impfrate, der Verbreitung der Zecken im jeweiligen Jahr und der Anzahl der Tage an denen sich die Menschen wetterbedingt draußen aufhalten können. "Auch wenn vergangenes Jahr weniger infizierte Zecken einen Wirt gefunden haben, ist für bestimmte Personengruppen eine Impfung weiterhin sinnvoll. Wer sich viel in der Natur aufhält, auch wenn es nur im Garten oder Park ist, sollte vorsorgen", so Klaus Föll, Sprecher der TK in Ulm. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung von 2013 hat ergeben, dass nicht einmal jeder dritte Baden-Württemberger vollständig gegen FSME geimpft ist. Aber nur eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet einen zuverlässigen Langzeitschutz.



Da zwischen den Impfungen gewisse Abstände einzuhalten sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt damit zu beginnen: Nach der ersten Basisimpfung vergehen etwa ein bis drei Monate bis zur zweiten Impfung. Erst zwei Wochen nach dieser zweiten Impfung ist ein wirksamer Schutz vorhanden. Durch eine dritte Impfung wird schließlich ein Langzeitschutz aufgebaut, der alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden sollte. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.




04.02.2015 MS

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