TK-Pressemitteilung: Pflegeheime in Baden-Württemberg am besten bewertet

 06.10.2014
Pflegeheime in Baden-Württemberg am besten bewertet

Stuttgart, 30. September 2014. Pflegebedürftige Menschen in Baden-Württemberg dürfen nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) weiterhin darauf vertrauen, in Pflegeheimen und von den ambulanten Diensten gut gepflegt zu werden. Die Heime im Südwesten schneiden im aktuellen bundesweiten Vergleich am besten ab und auch die ambulanten Pflegedienste werden nur im Saarland noch besser bewertet als in Baden-Württemberg.


Insgesamt erzielten die Pflegeheime im Südwesten die Durchschnittsnote 1,1. Die ambulanten Pflegedienste werden mit 1,2 bewertet. Der Bundesdurchschnitt liegt jeweils bei 1,3. Basis der Bewertungen bilden die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) und durch den Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenversicherung. Aus Baden-Württemberg gingen 643 Pflegeheime und 1079 ambulante Pflegedienste in die Auswertung mit Stand September 2014 ein. Die kompletten Qualitätsberichte zu den einzelnen Anbietern sind im Internet unter www.pflegelotse.de abrufbar.


Besonders erfreulich ist aus Sicht der TK, dass die Pflegeheime in Baden-Württemberg in der Kategorie "Umgang mit demenzkranken Bewohnern" die Durchschnittsnote 1,0 erzielt haben. Dies ist in keinem anderen Bundesland der Fall. "Der Umgang mit Demenzpatienten ist eine der großen Herausforderungen der Gesundheitspolitik. Das gilt für alle Bereiche im Gesundheitswesen, vor allem aber für die Pflege", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Im Südwesten werden derzeit über 100.000 Menschen in Pflegeheimen betreut, davon gelten über 60 Prozent als demenzerkrankt.


Im Sinne der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen fordert die TK mehr Transparenz bei der Pflege. "Trotz der Änderungen zu Jahresbeginn legen die Pflegenoten nach wie vor nicht ausreichend offen, welche Qualitätsunterschiede es zwischen Pflegeeinrichtungen gibt", kritisierte Vogt. Er empfiehlt daher, sich die Berichte über die Heime oder ambulanten Pflegedienste im Internet genau anzuschauen.


Dies wird zunehmend auch in Anspruch genommen. Wie eine aktuelle bundesweite Forsa-Umfrage im Auftrag der TK unter pflegenden Angehörigen gezeigt hat, nutzt etwa jeder zweite in Baden-Württemberg das Internet dazu, um sich über Pflegeeinrichtungen zu informieren. Der Südwesten bewegt sich hier im Bundesdurchschnitt. Den höchsten Stellenwert besitzt das Internet beim Thema Pflege in Bayern (60 Prozent), am skeptischsten sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Nur für jeden dritten Befragten ist das Internet dort eine vertrauenswürdige Informationsquelle in Sachen Pflege.


Hinweis für die Redaktionen:

Rund 280.000 Menschen sind in Baden-Württemberg derzeit pflegebedürftig. Modellrechnungen gehen davon aus, dass es bis 2030 sogar über 380.000 sein werden. Sieben von zehn Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. In Baden-Württemberg gibt es rund 1500 Pflegeheime und über 1100 ambulante Pflegedienste.


Seit dem 1. Januar 2014 gelten neue Regeln bei der Bewertung von Pflegeheimen (Pflege-Transparenzvereinbarung). Die Änderungen sind jedoch eher marginal. So sind einige Kriterien ganz weggefallen (z.B. "Veranstaltet das Pflegeheim jahreszeitliche Feste?"), andere wurden präzisiert. Änderungen gab es auch bei der Bildung von Stichproben oder der Bewertungssystematik.   


Quelle:
Techniker Krankenkasse
Landesvertretung Baden-Württemberg
www.tk.de/lv-badenwuerttemberg

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