TK-Pressemitteilung: Kaiserschnitt-Rate in Baden-Württemberg erstmals gesunken

 26.09.2014
Der Anteil der Frauen, die in Baden-Württemberg per Kaiserschnitt entbunden haben, war im Jahr 2013 nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) erstmals rückläufig. 32,6 Prozent der insgesamt 89.241 im Krankenhaus entbundenen Frauen brachten ihre Kinder im vergangenen Jahr per Kaiserschnitt zur Welt. Im Jahr 2012 lag die Quote noch bei 33,6 Prozent. Die TK bezieht sich dabei auf heute veröffentlichte Auswertungen des Statistischen Bundesamtes.
Baden-Württemberg liegt damit leicht über dem Bundeswert (31,8 Prozent). Im Ländervergleich wurde für das Saarland der höchste Wert registriert (38,1 Prozent). Die wenigsten Entbindungen per Kaiserschnitt wurden in Sachsen vorgenommen (23,8 Prozent).

Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass die Zahl der Kaiserschnitt-Geburten in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2000 von rund 23.300 auf nun 29.055 im Jahr 2013 zugenommen hat. Das entspricht einem Anstieg um rund 25 Prozent. Die TK ist deshalb als einzige Krankenkasse Gründungsmitglied der "Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt", die im Frühjahr dieses Jahres vom Sozialministerium Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde.

"Wir erhoffen uns von der Initiative, dass das Vertrauen von Frauen und ihren Partnern in eine natürliche Geburt gestärkt wird. Derzeit macht der moderne Medizinbetrieb eher Angst vor der Geburt, indem drei von vier Schwangerschaften zu riskanten Beinahe-Krankheiten erklärt werden", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. "Ein Kaiserschnitt soll drohende Gefahren für Mutter und Kind vermeiden. Er ist jedoch eine Bauch-OP, die wie jeder operative Eingriff mit Risiken wie Blutungen, Nachblutungen oder Infektionen verbunden ist", betonte Vogt.

Frauen, die Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt haben und an einen Kaiserschnitt denken, können sich laut TK sowohl bei ihrer Frauenärztin bzw. ihrem Frauenarzt als auch bei ihrer Hebamme ausführlich über Risiken und mögliche Alternativen beraten lassen. "Die Kosten hierfür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen", so der Leiter der TK-Landesvertretung.

Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt in Baden-Württemberg

Quelle:
Techniker Krankenkasse
Landesvertretung Baden-Württemberg
Presselstraße 10, 70191 Stuttgart
www.tk.de/lv-badenwuerttemberg

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