Schnelle Küche

 16.09.2014
Im Handumdrehen lecker und gesund gekocht
Mehr Zeit zum Genießen, weniger Stress, mehr Lebensqualität und Gesundheit – dies sind Ziele, bei denen wir Sie gerne unterstützen. Die Ernährungswissenschaftlerin Marion Krevel verrät Ihnen, wie Sie gesundes schmackhaftes Essen schnell auf den Tisch bringen.

Clever einkaufen
Legen Sie einen Lebensmittelvorrat an. Notieren Sie, was ausgegangen ist. Am Besten gehen Sie mit Einkaufszettel einkaufen und überlegen vorher, was während der Woche gekocht wird.
Planen Sie alle drei bis vier Wochen einen Großeinkauf und besorgen haltbare Lebensmittel.
Frische Produkte wie Fleisch, Obst, Gemüse und Kräuter am Besten zwei bis dreimal Mal in der Woche einkaufen. Bevorzugen Sie Gemüse, das sich schnell zubereiten lässt wie Zucchini, Tomaten, Gurken, Lauch und Pilze.
Tiefkühlgemüse ist fix zubereitet und ist häufig vitaminreicher als Gemüse, das schon länger zu Hause lagert. Es gart schneller als frische Ware, da es vor dem Einfrieren blanchiert wurde. Tiefkühlkräuter sind ideal zum Würzen.
Geschnittenes Gemüse, Salate, geriebener Käse, fertig gewürfeltes oder in Streifen geschnittenes Fleisch etc. spart Zubereitungszeit.
Achten Sie bei Fertiggerichten auf den Zucker- Salz- und Fettgehalt. Sind Vollkornprodukte enthalten und auch etwas Gemüse oder Obst? Gute Fertigprodukte sind z.B. Vollkornpizzaböden aus dem Naturkostladen und tiefgekühlte Asia-Gerichte.
Essen Sie nicht jeden Tag Fertigprodukte, vor allem wenn Kinder im Haushalt leben, denn sie werden sich schnell an den Einheitsgeschmack gewöhnen und andere Gerichte nur schwer akzeptieren. Werten Sie Fast Food Mahlzeiten möglichst auf. Das heißt, essen Sie Salat zu einer Tiefkühlpizza, ein Apfel nach einer Fertigsuppe oder einen Joghurt und etwas Rohkost.

Rationell zubereiten
Gute Messer sparen Zeit bei der Zubereitung. Schärfen Sie regelmäßig Ihre Messer.
Küchengeräte sollten leicht zu reinigen und immer sofort verfügbar sein.
Verwenden Sie möglichst wenig Geschirr.
Legen Sie Auftaugut rechtzeitig raus.
Weichen Sie Reis und Hülsenfrüchte ein, so verkürzt sich die Garzeit circa um die Hälfte. Kleingehobeltes Gemüse und klein geschnittene Kartoffeln garen schneller.
Fleischküchle, Kartoffelpuffer, Aufläufe können im Voraus zubereitet werden und bis zum Garen/Braten kalt gestellt werden.
Möhren etc. können Sie mit einer elektrischen Raffel auf Vorrat raspeln.
Salatsoßen stellen Sie am Besten in größeren Mengen her: Soßen auf Essig-Öl-Basis halten sich im Kühlschrank mindestens 5 Tage, vorausgesetzt es sind keine kleingeschnittenen Zwiebeln enthalten. Saucen auf Joghurtbasis halten sich zwei bis drei Tage.

Zeitsparend garen
Wählen Sie zur Kochplatte passende Töpfe und verwenden Sie einen Deckel, um die Ankochzeit zu verkürzen.
Setzen Sie nur Töpfe mit einem planen Boden und mit guter Leitfähigkeit beim Kochen ein. Ältere Töpfe haben oft keinen ebenen Boden mehr. Das verlängert die Ankochzeit.
Bei Hülsenfrüchten und Gemüse mit einer sehr langen Garzeit wie Kohl nach Möglichkeit einen Dampfdrucktopf verwenden. Hier verkürzt sich die Garzeit in der Regel auf ein Drittel der Zeit.
Wasser kocht immer schneller, wenn es ungesalzen ist.
Geben Sie während des Kochens immer nur heiße Garflüssigkeit zu, damit der Garvorgang nicht zu lange unterbrochen wird. Die Zutat, die am längsten gart, muss immer als erstes auf den Herd.

Langgarer:
Möhren, Bohnen, Kohlrabi, Kartoffeln, Hülsenfrüchte

Kurzgarer:
Zucchini, Pilze, Tomaten, Lauch, Chinakohl, Auberginen


Quelle:
Netzwerk Ernährung

Zurück